Zehn Dinge, die man beim Webdesign wissen sollte.

Auswahlbildschirm

Anstatt den Besucher gleich auf die eigene Website zu lassen (was ja zu einfach wäre), wird der Besucher zunächst mit einem vorgeschalteten Auswahlbildschirm konfrontiert. Hier muss er nun die verschiedenen Auswahlmöglichkeiten studieren, die ihm angeboten werden, zum Beispiel Deutsch oder English. Die Idee dahinter ist, dass der Benutzer sich auf diese Weise die für ihn optimale Version aussuchen kann. Die Realität sieht aber so aus, dass der Benutzer von heute schlichtweg keine Lust mehr hat Entscheidungen zu treffen.

Intros

Wer in den 90ern etwas auf sich hielt, konnte mit einem spritzigen Intro aufwarten und seinen Besuchern zeigen, was für tolle Effekte sein Webdesigner auf den Bildschirm zaubern kann. Doch heutzutage gibt es kaum noch ein Intro, das man noch nicht gesehen hat. Vielmehr sind Besucher an konkreten Informationen interessiert, die ihnen einen konkreten Nutzen bieten.

Musik, die sich nicht kontrollieren lässt

Beim Aufrufen der Website wird (unaufgefordert!) Musik eingespielt, um den Besucher in die gewünschte Stimmung zu versetzen. Diese gut gemeinte Geste geht jedoch oft nach hinten los, denn die meisten Besucher sind einfach nur auf der Suche nach Informationen und wollen schlichtweg keine Musik hören. Wer schon einmal in einer Bibliothek im Internet war und vergessen hatte den Ton auszustellen, weiß sicher, wovon wir sprechen.

Hauptnavigation am unteren rand

Anstatt die Navigation, wie heute üblich, am oberen, linken oder rechten Rand zu platzieren, wird die Navigation unten platziert und ist so für viele Besucher nicht auf Anhieb als solche erkennbar. Was früher noch als mutig galt, ist heute jedoch hoffnungslos veraltet. Die Benutzer von heute erwarten die Navigation ganz klar am oberen, linken oder rechten Bildschirmrand.

Pop-Up-Fenster

Noch immer entscheiden sich Webdesigner dazu wichtige Inhalte von Websites in Pop-Up-Fenstern unterzubringen. Dies ist jedoch oft fatal, denn anstatt ständig neue Pop-Up-Fenster öffnen und schließen zu müssen, haben die Benutzer von heute es viel lieber, wenn Ihnen die Inhalte einer Website einfach und übersichtlich aufbereitet in einem einzigen HTML-Dokument präsentiert werden.

Startseite ohne Kernbotschaft

Viele Webdesigner setzen bewusst nur einen Willkommenstext auf ihre Startseite. Die Kernbotschaften der Website (Produkte, Leistungen, Philosophie) werden stattdessen auf diversen Unterseiten versteckt. Heutzutage weiß man jedoch, dass Unterseiten (im Gegensatz zur Startseite) oft überhaupt gar nicht angeklickt werden. Es ist vielmehr so, dass Besucher schon auf der Startseite entscheiden, ob die Website für sie interessant ist oder eben nicht. Eine Startseite, die aber nur einen Willkommenstext enthält, bietet dem Besucher diese Möglichkeit nicht und so verlassen viele Besucher die Website wieder, ohne die Kernbotschaft überhaupt zur Kenntnis genommen zu haben.

Als Grafik formatierte Anfahrtskizzen

Anstatt einfach eine interaktive Karte auf der Website einzubinden, wird eine aufwändige Grafik erstellt, die Besuchern den Weg zum Standort erklären soll. Heutzutage lohnt sich dieser Aufwand jedoch kaum mehr, da die Benutzer mit Anbietern von interaktiven Karten wie Google Maps bestens vertraut sind. Auch bei einem Standortwechsel kann die Adresse blitzschnell ausgetauscht werden, ohne dass ein Grafikprogramm geöffnet werden muss.

Rechtecke mit vertikalen Scrollbalken (iFrames)

Eine Möglichkeit noch mehr Inhalte auf seine Website zu quetschen ist die Verwendung von kleinen Fenstern mit vertikalen Scrollbalken darin. Um den gesamten Text lesen zu können, muss der Benutzer die Scrollbalken mit der Maus ansteuern und vorsichtig nach unten ziehen. Oft gelingt dies jedoch nicht auf Anhieb und man fragt sich warum der Webdesigner nicht einfach von Vornherein auf solche Gimmicks verzichtet hat.

Animationen

Oft wird versucht die Aufmerksamkeit der Benutzer zu gewinnen, indem man bestimmte Elemente mit Bewegung versieht. Animationen werden jedoch von vielen Benutzern als störend empfunden. Sie behindern beim Lesen und werden oft (zu Recht) mit Werbung oder Schreien assoziiert. Deshalb setzt sich in den letzten Jahren zunehmend der Gedanke durch, den Benutzer eine Website selbst erkunden zu lassen und mit Qualität zu glänzen anstatt mit Animationen um Aufmerksamkeit zu buhlen.

Links, die ein neues (Browser-) Fenster öffnen

Viele Webdesigner erhoffen sich die Besucher länger auf ihrer Website halten zu können, indem sie Links verwenden, die ein neues Browser-Fenster öffnen. Es hilft jedoch niemandem, wenn sich jeder Link in einem neuen Fenster öffnet, da alle diese Fenster später auch wieder geschlossen werden wollen. Heutzutage öffnen sich Links daher standardmäßig in ein und demselben Fenster.